Traditionelle Chinesische Medizin für Hund, Katze, Pferd

 

IMG_6481 2Was ist Traditionelle Chinesische Medizin eigentlich genau?

Schauen Sie rein in unser Merkblatt TCM und erfahren Sie mehr über dieses faszinierende mehrere tausendjährige Heilsystem. Die Traditionelle Chinesische Medizin entstand aufgrund sehr genauer Naturbeobachtungen der chinesischen Ärzte und geht davon aus, dass sich die Phänomene der Natur im Menschen und seinen Krankheitsbildern widerspiegeln. Mit dem Aufkommen der taoistischen Philosophie wurden medizinische Erfahrungen und Erkenntnisse in Yin und Yang sowie in die fünf Wandlungsphasen gegliedert.

 

Blue07Wie läuft eine TCM Behandlung ab?
Bei einer Behandlung nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), wird zuerst eine TCM Diagnose gestellt und das Tier wird in seiner Gesamtheit betrachtet. Der Puls, die Schleimhäute, die Kälte/Wärmeverteilung auf dem Körper, die Gesamterscheinung des Tieres sowie die Reaktion des Körpers auf Druck von rund 40 diagnostischen Punkten sind wichtig, um eine TCM Diagnose zu stellen. Diese Hinweise des Körpers zeigen bestehende Blockaden und bestimmen die geeignete Behandlung. So werden gezielt bestimmte Akupunkturpunkte ausgewählt, um den Energiefluss wieder in Ordnung zu bringen. Die Akupunkturpunkte können z.B. durch Ausübung von Druck, Wärme, Licht oder mit feinen Nadeln stimuliert werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der TCM ist die Gesundheitsvorsorge. TCM kann auch prophylaktisch eingesetzt werden, um die Gesundheit zu unterstützen, gerade auch bei älteren Tieren. Oft gibt es Blockaden, die sich noch nicht in Form einer Krankheit zeigen. Der Tierbesitzer merkt jedoch, dass etwas nicht in Ordnung zu sein scheint, obwohl aus schulmedizinischer Sicht das Tier gesund ist. Die TCM kann in solchen Fällen helfen, Energien wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Traditionelle Chinesische Medizin kann aber auch bei zahlreichen Krankheiten unterstützend eingesetzt werden, unter anderem bei Problemen im Bewegungsapparat, wie Hüftdysplasien, Ataxien, Lahmheiten, als Schmerztherapie sowie bei Hauterkrankungen (häufig auch im Zusammenhang mit Erkrankungen des Atmungsapparates (COPD)), Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes (allg. Verdauungsbeschwerden) und bei Krankheiten des Urogenitalapparates (z.B. chronischer Niereninsuffizienz).


Wann muss ein Tierpatient schulmedizinisch behandelt werden und wann ist eine TCM Behandlung sinnvoll?

Notfälle, wie zum Beispiel bei Verdacht auf eine Magendrehung (Torsio ventriculi), auf einen Bandscheibenvorfall (Diskopathie) oder ein Pferd mit schwerer Kolik, müssen schulmedizinisch versorgt werden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden keine schulmedizinischen Diagnosen gestellt, dies bleibt Tierärzten vorbehalten.

Für chronisch erkrankte Tierpatienten, die schulmedizinisch austherapiert sind, bietet die TCM eine Möglichkeit, das Krankheitsbild von einer anderen Seite zu betrachten und zu behandeln.

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